Definition:

Prepper (abgeleitet von englisch: Preparedness, „Bereitschaft“) bezeichnet Personen, die sich mittels individueller Maßnahmen auf jedwede Art von Katastrophe[4] vorbereiten: durch Einlagerung von Lebensmittelvorräten, die Errichtung von Schutzbauten oder Schutzvorrichtungen an bestehenden Gebäuden, das Vorhalten von Schutzkleidung, Werkzeug, Waffen und anderem.[1]


Geschichte der Prepper


Die Geschichte der Prepper geht auf kein historisches Ereignis an sich zurück. Die Prepper gehen ursprünglich als Krisenvorsorger aus der Zeit der Bürgerkriege im 19. Jahrhundert zurück, wo Nordstaaten gegen Südstaaten gekämpft haben und gerade in den Grenzgebieten, die umkämpft waren, wo die Bauern und die Bewohner sich wegen mangelnden und unzuverlässigen Lebensmittellieferungen Vorräte anlegen mussten, die über die üblichen Vorräte hinaus gingen. So wurde auch oft Literweise Petroleum, viele Kerzen, usw. bevorratet.

Diese besondere und ausgeprägte Vorsorge ist allerdings nach dem Krieg schnell wieder eingeschlafen.


Zum Ende des 18. Jahrhundert und gerade im 19. Jahrhundert, der Zeit der Petroleum-Industrie und der wachsenden Produktionsindustrie, wurde die USA durch Pioniere, wie Edison[14], Rockefeller[15], Ford[16], usw. zu einer Weltmacht, politisch, als auch wirtschaftlich. Das waren die fetten Jahre über den 1. Weltkrieg hinaus zum großen Börsencrash der zwanziger im 20. Jahrhundert. Bis dahin machten sich nur sehr wenige Menschen Gedanken um eine Krise, viele dachten, dass die USA niemals eine Krise treffen könnte.  

Dann kam der große Börsencrash am 24. Oktober 1929[17], auch der schwarze Donnerstag genannt. Die Börse brach ein und viele Firmen und Banken gingen pleite. Millionen Arbeitslose weltweit machten den Bürgern weltweit Angst. Eine Krise, mit der Niemand gerechnet hatte. Die Währungen verfielen; die Inflation stieg ins unendliche; Viele Güter waren nicht mehr bezahlbar oder auch zu bekommen, weil die herstellenden Firmen pleite gingen. Dies war der Zeitpunkt, wo die Menschheit als Ganzes eine Krise erlebt hatte, die die ganze Welt betraf und kein direktes Feindbild hatte. Viele Bürger gerade in den USA haben daraus heraus angefangen Vorräte anzulegen und sich versucht krisensicher zu machen. Viele wollten diese Ohnmacht und Verlust ihren persönlich, errungenen, teilweise sehr guten Lebensstandard nicht mehr nehmen lassen. Nicht nur Lebensmittel wurden bevorratet, sondern auch Treibstoffe, Lampen, Kerzen, Wasser, Decken, Kleidung, Schuhe, usw.


Der 2. Weltkrieg wurde im Gegensatz zum 1. Weltkrieg für die USA wesentlich ernster und aufwändiger. Die Medien wuchsen und die Angst in Europa wurde teilweise in die USA übertragen, wie. z.B. die Unterwanderung von Nazis in den USA oder auch den Kommunisten. Auch in dieser Zeit wurde die Vorsorge immer wichtiger. Man sah, dass es keine Garantie auf Wohlstand und Frieden auf der Welt geben kann.


Nach dem 2. Weltkrieg kam dann der Kalte Krieg mit dem Klassenfeind der Sowjetunion[18]. In dieser Zeit spielten die zerstörerischen Atomraketen eine große Rolle. Die Angst vor totaler Vernichtung war sehr groß. Zur Krisenvorsorge kam dann die Waffen und der Atomschutzbunker[19] (Shelter) fürs eigene Heim hinzu und spielte eine große Rolle in der Krisenvorsorge. „Vorbereitung ist Alles.“ Oder „Vorbereitet sein heißt sicher sein.“ Es gab viele Sprüche in dem Bereich, die Vorsorger in Krisenzeiten fanden und aussprachen. So prägte sich der Begriff Prepper langsam ein.


Nach dem Fall der Mauer[20] und dem Zerfall der Sowjetunion[21] kamen islamistische und neonazistische Anschläge, die die Bürger erneut verängstigte und seinen Höhepunkt bei den Anschlägen, am 11.9.2001[22], auf die Twin Towers[23] in New York City[24] und dem Pentagon[25] in Washington DC[26] fand. Der Begriff Prepper wurde zum Begriff der Bevölkerung in den USA zu handeln, weil viele sahen, dass selbst die große Weltmacht USA nicht diese Anschläge verhindern konnte.


Dann, 2007 die große Wirtschaftskrise[27]. Spätestens hier war und ist der Begriff Prepper in aller Munde. Medien berichten über die Vorsorge in den USA. Viele Bürger rüsten sich stark mit Waffen und Vorsorgeausrüstungen, Lebensmittel, usw. aus. Dies war dann auch die Zeit, wo der Begriff vermehrt in Europa auftauchte und sich auch hier immer mehr Menschen sich damit beschäftigten. Klar gab es vorher schon die Krisenvorsorge. Aber mit dem Prepper ging man auch gedanklich viel weiter und machte sich, um das was nach einer Krise ist, Gedanken.


Prepper Fähigkeiten


Der Prepper bildet sich auch in verschiedenen Bereichen aus und spezialisiert sich in diesen. Der Prepper eignet sich Fähigkeiten im Laufe der Zeit an, wo er seine Vorsorge betreibt und sich mit den verschiedensten möglichen Gefahrensituationen wie Wirbelstürme, Überflutung, Erdbeben, Wirtschaftszusammenbruch, Kriege, usw. sowie den Gegebenheiten in seinem Umfeld beschäftigt.

So sind in folgenden Bereichen die meisten Kenntnisse und Erfahrungen zu finden:


- Nahrungsmittelbeschaffung mit den Themen Haltbarkeit, Verwertung und Zubereitung

- Wasseraufbereitung und Wasserförderung (Outdoorwasserfilter, usw.)

- Taktisches Planen und Handeln (z.B. Fluchtmöglichkeiten und Selbstverteidigung)

- Handwerkliche Fähigkeiten, wie in Holz- und Metallbau.

- Den Bau von Unterkünften wie Hütten, Unterstände, Bunkern, usw.

- Erste-Hilfe[5] bis hin zur professionellen medizinischen Versorgung stationär als auch auf dem Feld

- Selbstverteidigung

- Jagd- und Anglerfähigkeiten

usw.


Selbstverteidigung und Schusswaffen


Auch Selbstverteidigung spielt in der Krisenvorsorge, also auch bei Preppern eine wichtige Rolle.

Viele Prepper haben Selbstverteidigungskurse, wie Karate, Krav Maga[7], usw. besucht.

Auch verschiedene Systeme zur Selbstverteidigung werden genutzt, wie Alarmanlagen, Tierfallen für die Jagd, Schreckschuss, Pfeifen, Licht, usw.


Schusswaffen spielen bei den meisten Preppern, gerade in den USA eine sehr wichtige Rolle. In den USA sind die Waffengesetze so, dass sie nach dem 2. Zusatzartikel[2] der Verfassung eine oder mehrere Waffen besitzen dürfen.


Unterschied zwischen Prepper in den USA und in Europa


Der größte Unterschied zwischen Preppern in den USA und Europa ist das Thema Schusswaffen.

In den USA ist durch den 2. Zusatzartikel[2] der Verfassung eine oder mehrere Waffen im Besitz der Bürger erlaubt. So haben sich in den letzten Jahrzehnten die US-Bürger hochgerüstet. Die Aufrüstung ging insbesondere nach den Terroranschlägen vom 11.9.2001[3] deutlich in die Höhe. So ist es dann auch, dass es unter den Preppern in den USA nicht gern gesehen wird, dass man Medienauftritte hat und seine Vorbereitungen auf verschiedenste Situationen öffentlich zeigt.


These: Dies hat auch damit zu tun, dass man in den USA Angst hat, dass der eine Prepper schwerer bewaffnet ist als der Andere und den weniger bewaffneten Prepper in der Krise ausraubt. Dies hat wiederum eine Spirale der Hochrüstung verursacht, wo man sich, ohne zu wissen was der Andere wirklich in seinem Keller hat, schwerer mit noch mehr Waffen hochrüstet.


Der zweite Unterschied zwischen Europa und den USA ist der, dass in den USA inzwischen ein großes Geschäft mit der Krisenvorsorge gemacht wird. In nahezu allen Städten der USA ist es möglich sich für eine Krise oder Katastrophe[4] vorzubereiten.


Weiterbildungsmöglichkeiten um seine Fähigkeiten als Prepper zu erweitern


Kurse die man besuchen kann, um als Prepper und Krisenvorsorger gut vorbereitet zu sein:


- Erste Hilfe Kurse[5] mit jährlicher oder zweijährlicher Auffrischung

- Sanitätslehrgang[6] (Erweiterte Erste Hilfe)

- Survivalkurse

- Amateurfunklizenz A und E[8]

- Jagd- und Angelschein

- Selbstverteidigungskurse (Unsere Empfehlung Krav Maga[7])

- Orientierung und Kartenkunde[9] ohne Navi

- Nähkurs zum Nähen von Stoffen und reparieren der eigenen Kleidung im Notfall

- Kurse für Obst- und Gemüseanbau im Garten oder auf größeren Flächen wie Ackerbau

- Motorkettensägeschein[10]

- Pflanzenkunde[11]

- Pflanzenheilkunde[12]

usw.


Prepper und die Gesellschaft


In der heutigen globalisierten Welt, mit einer schneller wachsenden Bevölkerung und immer mehr Konflikten, bereiten sich immer mehr Menschen auf Naturkatastrophen, industrielle Katastrophen, Kriege, eventuelle Wirtschaftszusammenbrüche, usw. vor.

Vor einigen Jahren war das Phänomen Prepper unbekannt und von den meisten aus Angst oder aus Unverständnis als Spinnerei abgetan. Doch in den letzten Jahren und nicht zuletzt durch die Wirtschaftskrise in Europa, ist das Thema Prepper immer mehr ins öffentliche Licht gekommen. Immer mehr Menschen aus allen sozialen Schichten beschäftigen sich mit der Frage bzw. Fragen, ob man geschützt ist und wie man sich selber und seine Familie vor Katastrophen und Konflikten schützen kann. Was vorher als Krisenvorsorge bekannt war, wird immer mehr unter dem Begriff Prepper weitergeführt. Als Beispiel nehmen sehr viele Menschen die USA und die dort lebenden Prepper.

Der Prepper ist an sich ein fürsorglicher und weit denkender Mensch, der sich um die Sicherheit seiner Familie sorgt.

In dem heutigen Hilfeleistungssystem der Bundesrepublik Deutschland ist der Prepper / Krisenvorsorger kein Gegner, sondern von der Bundesregierung gewollter und erfahrener Partner. Denn die Bundesregierung informiert uns Bürger über das BBK Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe[13], dass wir selber Vorsorge betreiben müssen. Hierzu bietet das Bundesamt verschiedenste Informationen an. Bekanntestes Beispiel ist der Fluchtrucksack.




Quellenverweise:

1 Wikipedia-Kurzdefinition

2 Wikipedia-Waffenrecht in den USA

3 Wikipedia-Terroranschläge vom 11.9.2001 in den USA

4 Wikipedia-Katastrophe Definition

5 Wikipedia-Erste-Hilfe Definition

6 Wikipedia-Sanitätsausbildung Definition

7 Wikipedia-Krav-Maga Definition

8 Wikipedia-Amateurfunklizenz

9 Wikipedia-Kartografie Definition

10 Wikipedia-Motorsägenschein

11 Wikipedia-Pflanzenkunde

12 Wikipedia-Pflanzenheilkunde

13 www.bbk.bund.de

14 Wikipedia-Thomas Alva Edison

15 Wikipedia-John D Rockefeller

16 Wikipedia-Henry Ford

17 Wikipedia-Börsencrash 1929

18 Wikipedia-Sovjetunion

19 Wikipedia-Bunker (Shelter)

20 Wikipedia-Fall er Mauer 1989 / 1990

21 Wikipedia-Zerfall der Sovjetunion

22 Wikipedia-Terroranschläge vom 11.9.2001

23 Wikipedia-World Trade Center / Twin Towers

24 Wikipedia-New York City

25 Wikipedia-Pentagon (US-Verteidigungsministerium)

26 Wikipedia-Washington DC (Sitz der US-Regierung)

27 Wikipedia-Finanz- und Wirtschaftskrise 2007


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Über Uns


Die PGD wurde am 4.8.2013 gegründet. Gründer ist Bastian Blum.


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eMail: tcm@prepper-gemeinschaft.de


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